Colonia Dignidad

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Heil Euch Kameraden und Freunde der Wahrheit,

als erste Arbeit möchte ich einen Artikel über die Absetzbewegung bringen.

Meine Recherche und Quelle ist das Buch von Gilbert Steinhoff

„Die Dritte Macht von 1945 bis heute“,
welches ich hier vorstellen möchte.

Es geht um die „Colonia Dignidad“ Basis der Reichsdeutschen nach 1945.

Ich fand das Kapitel sehr inspririend weil es aufzeigt, was uns durch die Medien erzählt wird, und wie es WIRKLICH war.

Natürlich sind auch dies Annahmen, die durch keine „offizielle“ Quellen  belegt sind, aber die aufgelisteten Fakten sprechen eine deutliche Sprache.

Los gehts……

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KAPITEL 5
DAS IRDISCHE HAUPTQUARTIER

Wo hat der »Generalstab« der Dritten Macht seinen Sitz? Irgendwo muß sich eine Operationszentrale befinden, von der aus die Befehle zur Ausführung der beschriebenen umfangreichen Aktivitäten ihren Weg nehmen. Dieses irdische Hauptquartier braucht nicht zwangsläufig identisch zu sein mit dem Ort, der als materielle Basis, z. B. als Produktionsstätte für die Flugscheiben, dient. »Kopf« und »ausführende Organe« dieser Organisation räumlich getrennt zu halten könnte ein einfaches Sicherheitserfordernis darstellen.

Spekulationen über die Lokalisierung dieses Hauptquartiers sind schon an anderer Stelle vorgenommen worden. (15) Vermutet wird es in Gebieten, die auch in der heutigen Zeit nur schwer zugänglich sind, so etwa in den Urwäldern Südamerikas oder aber in der Andenregion, wobei die Bezugnahme auf Wilhelm Landig nicht zu übersehen ist.

Im 2. Kapitel konnte die Frage nach dem Wahrheitsgehalt von Landigs Aussage, daß die Dritte Macht ihr Refugium außer in der Antarktis (Argentinien) auch in einem uralten, künstlich angelegten Höhlensystem unter den Anden gefunden habe, nicht zufriedenstellend beantwortet werden.

Zum einen scheinen diese von einer unbekannten Kultur geschaffenen Höhlen in Peru, Ecuador und Chile tatsächlich zu existieren, zum anderen deuten die bisher gewonnenen Fakten aber eher daraufhin, daß sich die wesentlichen Vorgänge um die Dritte Macht im Argentinien Perons ereignet haben. Dort ist von solchen Höhlensystemen nichts bekannt. Man könnte es sich leicht machen und behaupten, diese Höhlen würden ihre Entsprechung in den unterirdischen Anlagen von Huemul finden. In Anbetracht der vergleichsweise geringen Ausdehnung dieses Forschungskomplexes bliebe dabei aber zumindest ein ungutes Gefühl.

Die Wahrhaftigkeit Landigs steht und fällt mit der tatsächlichen Existenz von weitläufigen und zudem künstlich angelegten Höhlensystemen, in denen sich Aktivitäten der Dritten Macht nachweisen lassen! Gelingt es, diese Höhlen zu finden, so ist damit das Hauptquartier der Dritten Macht identifiziert.  CD 1

Die Antwort auf die Frage nach dem irdischen Hauptquartier ist überraschend, vor allem überraschend einfach. Es befindet sich nicht in abgelegenen Gebieten, es benötigt auch keine Abschirmung durch hypermoderne Sicherheitsanlagen. Es liegt mitten unter uns, das heißt in der zivilisierten Welt, und seine Tarnung ist so simpel wie genial.

Wer käme schon auf die Idee, daß sich das Hauptquartier der Dritten Macht jetzt schon mehr als 40 Jahre unter dem Deckmantel einer kleinen religiösen Sekte verborgen hält?!

Wo? Hier ist die Wegbeschreibung:

Man fahre von der Hauptstadt Chiles, Santiago, auf der Panamericana südwärts. Nach etwa 450 Kilometern gelangt man an die Abfahrt zum Städtchen Parral, der Geburtsstadt des chilenischen Dichters Pablo Neruda. »Wer von hier nach Osten abbiegt in Richtung Anden, fährt durch drei kleine Dörfer, vorbei an armseligen Katen und windschiefen Hütten, 40 Kilometer über eine rote Sandpiste, erreicht das Dorf Termas de Catillo, einen Flecken, nicht mehr als ein Kurhotel, das um heiße Heilquellen gebaut wurde, und ein Dutzend Häuser. An der Weggabelung ein Hinweisschild zur ›Villa Baviera‹, zum bayerischen Dorf, eine Brücke, 20 Kilometer gut ausgebauter Sandpiste, rechts und links Viehzäune, dann eine Erhebung, auf einem Hügel ein 30 Meter hoher Wachturm, schließlich höhere Zäune, einige sauber gestrichene Stallungen, eine Schule, auch hinter den Zäunen, eine von Stacheldraht umgebene herausgeputzte Kapelle und ein riesiger Findling mit der eingemeißelten Schrift ›Villa Baviera‹.« (122) (Abbildung 29) Dieses bayerische Dorf, wie es sich heute nennt, wurde besser bekannt unter dem Namen Colonia Dignidad.

Eindeutig zu unterscheiden ist zwischen der offiziellen Geschichte der Colonia Dignidad, die ihren Zweck, das ganze Unternehmen zu tarnen, auf erstklassige Weise erfüllt hat, und der wahren Geschichte.

Die offizielle Geschichte liest sich wie folgt:

»Die Ursprünge der Colonia Dignidad sind ohne Zweifel christlich.« (123) Ihr Begründer, Paul Schäfer, geboren am 4. Dezember 1921, hatte die evangelische Sekte 1956 vom Bund evangelisch freikirchlicher Gemeinden in Deutschland abgespalten. In der Satzung des Vereins, der am 31. Dezember 1956 gegründet wurde, steht geschrieben: »Die private Sozialmission, Sitz Heide bei Siegburg, verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke. … Sie setzt sich zur Aufgabe, Minderbemittelten und Erholungsbedürftigen äußere und innere Hilfe zu leisten; die Aufnahme von gefährdeten und bedürftigen Jugendlichen ins Missionshaus; Jugendlichen und Erwachsenen Ferien- und Freizeitaufenthalte zu vermitteln. Mit diesen Aufgaben verbunden ist die Verkündigung des Evangeliums.«  Unter dem Namen Private Sociale Mission gründete Schäfer später in Siegburg ein Erziehungsheim, in dem die Kinder der Mitglieder untergebracht waren. CD4

Im Jahr 1961 gelang es Schäfer unter der tätigen Mithilfe des damaligen chilenischen Botschafters in Bonn, Arturo Maschke, in kurzer Zeit alle notwendigen Formalitäten für eine Massenauswanderung der Sektenmitglieder von Deutschland nach Chile zu erledigen.

»Das Landgut, auf dem die Auswanderer ankamen, bestand aus einem halbverfallenen Steinhaus und einigen Holzhütten. Es war das Fundo El Lavadero, 1800 Hektar schlammiges, unwegsames Gelände entlang eine Flusses, der in den regenreichen Wintern über die Ufer tritt. Am 21. September 1961 wird mit Dekret Nr. 39490 des chilenischen Innenministeriums die Sociedad Benefactora y Educacional Dignidad zur juristischen Person und Eigentümerin des Geländes.«

Die ordentlichen Deutschen waren in Chile gern gesehen. Aus den 1800 Hektar Missionsgelände aus dem Jahr 1961 wurden bis heute mehr als 14.000 Hektar. Schon bis Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts war es gelungen, 871 Hektar Ackerland zu bestellen, 300.000 Bäume anzupflanzen, 131 Kilometer Straßen und 58 Brücken zu bauen, so eine interne Statistik der Kolonie. Die Volkszählung im Jahr 1992 registrierte auf dem Gelände 208 nicht in Chile geborene Bewohner, 94 Männer und 114 Frauen. Die offiziellen Angaben der Kolonie sprechen von insgesamt 329 Bewohnern. Die deutsche Botschaft in Santiago geht wiederum von 400 deutschen Staatsbürgern hinter den Zäunen des Lagers aus.

Die genauen Verhältnisse blieben undurchsichtig.

Nach dem Militärputsch von 1973 entwickelte sich die Colonia Dignidad angeblich zu einem Folter- und Arbeitslager des ehemaligen chilenischen Geheimdienstes DINA. Gegen den Sektengründer, Paul Schäfer, wurden in den 1990er Jahren verschiedene Strafverfahren wegen sexuellen Mißbrauchs und Freiheitsberaubung, insbesondere von Kindern, eingeleitet. Der Wahrheitsgehalt dieser Anschuldigungen soll und kann an dieser Stelle nicht beurteilt werden. Tatsache ist, daß nach Schäfer über den langen Zeitraum zwischen 1996 und 2005 erfolglos gefahndet wurde. Erst im März 2005 konnte er in Argentinien verhaftet werden. (60) Das Verhältnis zwischen den chilenischen Behörden und der Kolonie hat sich seit 2003 anscheinend normalisiert. Aufgrund einer stillschweigenden Übereinkunft zwischen der chilenischen Regierung, den Streitkräften und dem Stellvertreter Schäfers, dem Arzt Hartmut Hopp, soll sich die Kolonie in eine Agrarkooperative umwandeln.

Die wahre Geschichte der Colonia Dignidad könnte sich auch ganz anders abgespielt haben.

Was wäre, wenn:

– wenige Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg einige Führungskräfte der reichsdeutschen Untergrundorganisation unter dem Deckmantel einer evangelisch freikirchlichen Gemeinde eine konspirative Anlauf- und Koordinierungsstelle (eine unter vielen) gegründet hätten,

–  als Reaktion auf den im September 1955 erfolgten Sturz Perons und der damit einhergehenden Unsicherheit im Rückzugsgebiet Argentinien (siehe 2. Kapitel) dieser »Gemeinde« mittelfristig eine andere Aufgabe zuteil geworden wäre und es deshalb, und um die völlige Handlungsfreiheit zu gewinnen, 1956 zur Abspaltung vom Bund evangelisch freikirchlicher Gemeinden in Deutschland gekommen ist,

–  mit der Räumung des argentinischen Stützpunktes im Jahr 1961 sich dann endgültig die Notwendigkeit eines neuen Refugiums ergeben hätte, das einzurichten im September 1961 mit der Gründung der Kolonie auf chilenischem Boden begonnen wurde,

–  die perfekte Tarnung auch in den Folgejahren dadurch aufrechterhalten werden konnte, daß einige Hundert »nicht eingeweihter« Sektenanhänger als Aushängeschild für die Öffentlichkeit fungierten,

–  darüber hinaus jedoch der Stützpunkt einen massiven Ausbau erfuhr und durch eine weitgehende wirtschaftliche Autarkie, eine solide Finanzierung sowie eine moderne militärische Infrastruktur die bisherigen Stützpunkte in Argentinien zu ersetzen in der Lage war,

–  die Macht, die von jenem Hauptquartier ausgeht, zumindest bis vor kurzem absolut unangefochten war, so daß letztlich all Angriffe gegen die Colonia Dignidad, wie sie unter verschiedenen Vorwänden vorgetragen worden sind, scheitern mußten? CD6

Unglaublich? Alles nur eine willkürliche Konstruktion von Tatsachen, die keine sind?

Allein schon die Korrelation der Ereignisse im Jahr 1961 ist merkwürdig genug und sollte Anlaß geben, auch die anderen Punkte auf ihre Stichhaltigkeit zu prüfen.

Wer waren jene Männer, die führend auf die Geschicke der »Sekte« sowie der Kolonie Einfluß nahmen?

Als offizieller Präsident der Kolonie trat nicht Paul Schäfer nach außen in Erscheinung, sondern bis zu seinem Tod im Jahr 1995 Hermann Schmidt. Dieser war im Krieg Luftwaffenoffizier und zudem Mitglied der NSDAP .

In den Registern als Vertreter von Hermann Schmidt eingetragen wurde Kurt Schnellenkamp, ehemaliges Mitglied der Leibstandarte Adolf Hitler. Als Einkäufer für die Kolonie ist er durch die ganze Welt gereist, und auf seinen Namen wurden Autos und Flugzeuge angemeldet. Er hatte auch die Verfügungsberechtigung über alle Konten der Kolonie. Zudem war er der Verbindungsmann zur chilenischen Polizei und zum Militär.

Als Sicherheitschef fungierte Gerhard Mücke, der im Dritten Reich seine Ausbildung auf einer der Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NAPOLA), neben den Adolf-Hitler-Schulen eine der Eliteschulen, erhielt.

Hugo Baar, Mitbegründer der Sekte und für zwei Jahrzehnte Schäfers lange Hand, diente im Krieg als Rußlanddeutscher bei der Wehrmacht und erhielt für seinen Einsatz die Nahkampfspange.

Und der spiritus rector der Sekte, Paul Schäfer, selbst?

Nach seinen eigenen Angaben diente er im Krieg als Sanitäter. In seinem Wohnort in Deutschland geht das Gerücht um, er sei ein »hohes Tier in der Hitlerjugend« gewesen. Dem würde entsprechen, daß er nach 1945 die Methoden der nationalsozialistischen Jugendorganisation unter vermeintlich christlichem Vorzeichen fortsetzte und anfänglich eine Gruppe von bis zu 50 Jungen, keiner davon älter als 14 Jahre, um sich scharte. Als »Jugendpfleger« organisierte er ganz nach völkischem Vorbild Zeltlager, Wanderungen, Gesangsabende, Theatervorführungen und so ganz nebenbei auch Bibelabende.

Was er allerdings während des Krieges genau getan hat, weiß niemand. Belegen läßt sich nur, daß er 1940 in der Ringstraße in Troisdorf polizeilich gemeldet war. Das Bundesarchiv, das ehemalige Berlin Document Center und auch die Behörde des Bundesbeauftragten für die Unterlagen der Staatssicherheit der ehemaligen DDR verfügen über keine Unterlagen zu Paul Schäfer. Feststehende Tatsache ist: Fünf Jahre des Lebens von Paul Schäfer sind nicht zu rekonstruieren! (122) Die Variante mit der Hitlerjugend hat vieles für sich. Wurde er hier ausgewählt, um nach einem verlorenen Krieg in der Untergrundarbeit tätig sein zu können?

Ist das vielleicht die Ursache für die »gelöschten« Akten?

In diesem Zusammenhang interessant ist auch die Person jenes Mannes, der der »Sektenführung« bei der Klärung der notwendigen Formalitäten für die Auswanderung behilflich war. Arturo Maschke, schon dem Namen nach deutscher Abstammung, diente der chilenischen Regierung im Jahr 1961 als Botschafter in Berlin. Maschke machte aus seiner Meinung keinen Hehl, wenn er die chilenische Rasse gerne durch deutsches Blut aufgefrischt sehen wollte. Bezüglich seiner Weltanschauung scheint er sich von seinen »Schützlingen« in der Colonia kaum unterschieden zu haben. Auch später noch wußten diese das Patronat Maschkes zu schätzen, gewährte er als Chef der chilenischen Nationalbank und Finanzminister doch jene Zoll- und Steuerprivilegien, die maßgeblich zur soliden Finanzgrundlage der Kolonie beitrugen. (123)

Warum war Chile geradezu prädestiniert als neuer Standort für das Hauptquartier der Dritten Macht?

Die Rahmenbedingungen, die für die Auswahl wohl als entscheidend anzusehen sind, waren zum einen die unmittelbare Nachbarschaft zu Argentinien, zum anderen die starke deutsche Volksgruppe, die sich schon im 19. Jahrhundert etabliert und nach dem Zweiten Weltkrieg nochmals einen deutlichen Zuwachs erfahren hatte.

Und die chilenische Öffentlichkeit? Ahnte sie etwas von den geheimen Hintergründen der Colonia Dignidad?

Seit Gründung der Kolonie im Jahre 1961 wurden immer wieder Stimmen laut, die eine klare Verbindung zwischen ihr und dem Nationalsozialismus herzustellen wußten. Noch im Jahre 1966 zögerte die chilenische Presse nicht, die Siedlung als Nazifluchtburg zu bezeichnen.

In diesen Kontext lassen sich auch eine Reihe anderer Erklärungen einordnen. Der ehemalige Gefangene Eduardo Garces sagte im Dezember 1978 im Bonner Prozeß der Colonia Dignidad gegen amnesty international aus, ein Mitarbeiter des Geheimdienstes habe zu ihm gesagt: »Da Sie hier ja nicht mehr lebend herauskommen, kann ich Ihnen sagen, daß es hier eine Menge von Leuten gibt, die im Zweiten Weltkrieg mit der GESTAPO zusammengearbeitet haben.«

Ähnlich liest sich die Aussage des ehemaligen Geheimdienstagenten Rene Munoz Alarcon, die er im Juni 1977 kurz vor seiner Ermordung ablegte: »… sie schickten mich zur Colonia Dignidad, etwa 40 Kilometer landeinwärts von Parral. Dort war ein Ausbildungszentrum des nationalen Geheimdienstes, geleitet von Deutschen, die heute auch die chilenische Staatsangehörigkeit besitzen. Es sind alte Deutsche, die nach dem Krieg hierher kamen.« Und dann kommt eine Aussage, die – sofern sie wahr ist – in ihrer Beweiskraft kaum noch zu überbieten ist. Bezugnehmend auf die alten Deutschen: »… und haben ein richtiges Regiment in der Colonia Dignidad.« (!!!)

Der katholische Pfarrer Vinzenz Gottschalk aus der südchilenischen Stadt Osorno wollte und konnte das Beichtgeheimnis nicht brechen, gab aber immerhin soviel zu Protokoll: »Meines Erachtens gibt es Verbindungen von Dignidad hier in den Süden. Ich kenne Menschen, die ich Ihnen nicht nenne, um sie zu schützen: Diese Menschen waren früher bei der SS. Jetzt leben sie hier. Ich bin davon überzeugt, daß es Verbindungen zwischen diesen Menschen und der Colonia Dignidad gibt.«

Und noch in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts erklärte der christdemokratische Politiker Gabriel Valdes: »Nach dem Zweiten Weltkrieg waren viele Deutsche, die nach Chile ausgewandert sind, alte Nazis. Ich kenne verschiedene dieser Herrschaften persönlich. …, daß die Colonia Dignidad auf sehr viele Neonazis in Chile faszinierend wirkt. Heute gibt es unbestreitbar eine enge Verbindung zwischen Neonazis und der Kolonie.« (Warum wohl, darf gefragt werden.

Fest steht: Die chilenische Öffentlichkeit wußte offenbar recht gut über den wahren Hintergrund der Colonia Dignidad Bescheid. Nur war es eben nicht legitim, die Wahrheit an die große Glocke zu hängen. Wer dies tat, mußte, wie im Fall des Geheimdienstagenten Rene Munoz Alarcon deutlich wurde, mit den allerschlimmsten Konsequenzen rechnen.

Zudem wachten die in einflußreichen Stellungen befindlichen Mitglieder des chilenischen »Freundeskreises« der Kolonie über die Beibehaltung des Status quo. Die Schweigespirale konnte somit nur selten aufgebrochen werden. Dieser »Freundeskreis« hatte sich 1978 gegründet und umfaßte an die tausend Mitglieder.

Die bei alledem entscheidende Fragestellung ist jedoch die nach den harten Fakten, die ein für allemal beweisen, daß die Colonia Dignidad kein gemeinnütziger religiöser Verein ist, sondern daß sich auf ihrem Gebiet die Infrastruktur für das Hauptquartier der Dritten Macht befindet.

Über die Größe der Kolonie existieren vielfach falsche Vorstellungen. Es handelt sich bei ihr nicht etwa nur um ein kleines Dorf mit eigenem Krankenhaus und ein wenig Ackerland. Die Grundfläche der Colonia Dignidad hat sich in den 30 Jahren zwischen 1961 und 1991 beinahe verfünffacht, von 3000 Hektar auf fast 15.000 Hektar. Das entspricht 150 Quadratkilometern und damit, vereinfacht dargestellt, einem Quadrat von zwölf mal zwölf Kilometern. Platz für jegliche Art geheimer Aktivitäten war demnach mehr als genug vorhanden. CD2

Während an der Oberfläche die »Siedler« ihrer scheinbar friedlichen Tätigkeit nachgingen und mit einer extensiven Landwirtschaft ihren Teil zur wirtschaftlichen Autarkie des Gemeinwesens beitrugen, entstand unter der Erde ein weitverzweigtes System künstlich angelegter, bunkerähnlicher Höhlen und diese verbindender Tunnels.

Wie war es zur Entdeckung dieser unterirdischen Anlagen gekommen?

Nach dem Ende der Militärdiktatur in Chile wurde im Zusammenhang mit den schon erwähnten Strafprozessen gegen Paul Schäfer mehrfach eine Untersuchung des Sektengeländes vorgenommen. Schäfer zu fassen gelang damals freilich nicht. Die guten Kontakte des »Freundeskreises« verhinderten immer wieder die Geheimhaltung einer solchen Aktion. Von daher blieb jede Inspektion des Geländes eine Farce, und Paul Schäfer konnte sich der Verhaftung entziehen. Der zuständige Ermittler in Sachen Schäfer, Sonderstaatsanwalt Hernan Gonzales, faßte das Ergebnis der Ermittlungen vor Ort zusammen: »Ein paar Mal war die Polizei mit sogenannten Georadar-Geräten im Einsatz. Die in einem klassischen Bergbauland wie Chile selbstverständliche Top-Technologie förderte ein weitverzweigtes Tunnel- und Bunkersystem im Boden tief unter der Colonia Dignidad zutage.« Aber auf die Erlaubnis aus dem Regierungspalast in Santiago, mit Ausgrabungen beginnen zu können, wartete auch der mit den Ermittlungen vor Ort beauftragte Kripo-Chef Luis Henriquez vergeblich. An anderer Stelle bezeichnete Anwalt Fernandez das Bunkersystem auch als »unterirdische Stadt«. Die Abschirmung des Geländes mit einem Kamera-, Infrarot- und Lauschsystem ist von einer technischen Aufwendigkeit und Raffinesse, wie es sich Zivilisten nicht leisten können.

Auch einer der gründlichsten Rechercheure bezüglich der wahren Hintergründe der Colonia Dignidad, Friedrich Paul Heller, schreibt in einem seiner Bücher über das »ausgedehnte System getarnter unterirdischer Tunnels und Bunker«: »Damals wurde die Siedlung mit unterirdischen Bunkern, Kommandozentralen (als Hauptquartier eben; Anmerkung des Autors), einem umfassenden geheimen Warn- und Überwachungssystem und einem unterirdischen Flugplatz … ausgestattet. … Zu den unterirdischen Installationen gehören hydraulische Aufzüge, mit denen offenbar Flugzeuge in Startposition gebracht wurden.«  Dazu passend berichteten Campesinos in der Umgebung der Colonia Dignidad, daß Flugzeuge in Berge innerhalb der Siedlung hinein- und auch wieder herausfliegen.

Nebenbei gesagt: Waren es wirklich immer nur herkömmliche Flugzeuge? Chile ist eines der Länder mit der größten Häufigkeit von UFO- Sichtungen. Aber dazu später mehr.

Fest steht: Friedrich Paul Heller kam der Lösung des Rätsels um die Colonia Dignidad mit Sicherheit ziemlich nahe, ließ sich aber letztendlich doch mit einer Geschichte abspeisen, die – bei den zwischenzeitlich bekanntgewordenen Fakten – die letzte Aufklärung verhindern sollte. Demnach wäre der Ausbau der Colonia Dignidad zu einem »chilenischen Peenemünde« (!) durch den deutschen Oberst Hans-Ulrich Rudel erfolgt, und das zu einem Zeitpunkt, als nach dem chilenischen Militärputsch von 1973 ein Krieg mit Argentinien unausweichlich schien. Die Kolonie wäre einer von insgesamt fünf errichteten geheimen Militärstützpunkten gewesen. (60) Die Zielrichtung dieser zur Tarnung in die Welt gesetzten Erklärung des bis heute nicht enden wollenden Versteckspiels um die Colonia Dignidad dürfte klar sein. Nachdem jetzt alles über die Taten und Untaten der chilenischen Militärdiktatur bekannt geworden ist, ja wenn sogar die Existenz dieses angeblich Andrea genannten Projekts kein Geheimnis mehr darstellt, wieso sollte dann die offizielle Besichtigung eines nicht mehr genutzten, konventionellen Militärstützpunktes Schwierigkeiten bereiten? Ähnliche Militärstützpunkte mit unterirdischen Abschußeinrichtungen gibt es auf der ganzen Welt.

Im Zusammenhang mit den unterirdischen Anlagen der Colonia Dignidad steht noch eine andere Behauptung. Nach dieser hätten die Bewohner der Kolonie einen Tunnel bis nach Argentinien gegraben. Nachprüfen läßt sich das nicht, ergibt aber einen tieferen Sinn, wenn man sich die Vorgeschichte der Colonia Dignidad vergegenwärtigt.

Und Hans-Ulrich Rudel? Könnte er tatsächlich involviert gewesen sein, wenn auch nicht so, wie sich das Friedrich Paul Heller vorstellt? Ist eine Mitwirkung Rudels am Ausbau der Kolonie zum irdischen Stützpunkt der Dritten Macht denkbar?

Oberst Rudel (1916-1982) war der höchstdekorierte Soldat der deutschen Wehrmacht. Er, als der einzige Träger des Goldenen Eichenlaubs mit Schwertern und Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, konnte als Stuka-Flieger geradezu phantastische Erfolge vorweisen. Zwei Zahlen mögen hier beispielhaft vorgestellt sein: 2530mal flog er gegen den Feind. Dabei gelang es ihm, 519 sowjetische Panzer abzuschießen.

Nach dem Krieg setzte auch er sich nach Argentinien ab und trat dort in den Dienst des argentinischen Luftfahrtministeriums. In den Flugzeugwerken von Cordoba wurde er der Konstruktionsgruppe zugeteilt. (23)

Neben dieser, seiner offiziellen Tätigkeit, begründete er 1948 das sogenannte Kameradenwerk, dessen Vorsitz er bis 1955 führte. Diese Organisation hielt nicht nur den Kontakt zu den gleichfalls in Argentinien beschäftigten reichsdeutschen Technikern, sondern verhalf darüber hinaus auch anderen durch die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges Verfolgten zu einer zweiten Existenz, so auch zum Beispiel Dr. Mengele (siehe 3. Kapitel). Nach dem Machtwechsel in Argentinien ging Rudel nach Paraguay, wo er unter Diktator Stroessner eine ähnliche Rolle spielte wie zuvor unter Peron.

Am 21. November 1952 schrieb eine anscheinend gut informierte Zeitschrift über das Kameradenwerk: »Rudel ist zum Führer proklamiert worden …« (28) Ohne Zweifel nahm die Öffentlichkeit Rudel als den prominentesten und aufgrund seiner vielfältigen Geschäftskontakte umtriebigsten Vertreter der nach Argentinien exilierten Reichsdeutschen wahr. Aber auch im internen Kreis schien seine Führungsrolle unumstritten.

Daß mit der Proklamation Rudels auch ein sehnlicher Wunsch Adolf Hitlers in Erfüllung gegangen war, werden allerdings nur die wenigsten wissen. Einer der Stararchitekten Hitlers, Hermann Giesler, gibt in seinem Buch Ein anderer Hitler ein vertrauliches Gespräch wieder, das die Frage einer Nachfolge Hitlers zum Inhalt hatte.

Hitler äußerte sinngemäß folgendes: »Seit langem bin ich mir bewußt: Nur ein Soldat von großem Format ist berechtigt, die Nation einmal zu führen, wenn ich mich nach dem durchgestandenen Krieg zurückziehe. … Zur besonnenen Kühnheit und der Tapferkeit mußte die Ausstrahlung kommen. Dabei war kluges und logisches Denken unerläßlich, verbunden mit Interesse für moderne Technik bei kultureller Aufgeschlossenheit. Ich suchte den phantasievollen Soldaten mit Führungsqualitäten. Gerade das sprach natürlich für einen Offizier mit spürbarer Autorität. Er mußte überzeugt sein, daß dieser Kampf nicht nur für Deutschland, sondern für Europa geführt wird. Standhaft sollte er sein, vor allem mußte er Charakter haben. … Ich fand ihn – der Stukaflieger Rudel!« (126)

Weilte Rudel in der Colonia Dignidad? Laut Friedrich Paul Heller sagte im Mai 1999 der zuständige Sachbearbeiter im Auswärtigen Amt ihm gegenüber am Telefon: »Der Rudel war auch auf dem Gelände.« Während des anschließenden Gesprächs im Auswärtigen Amt, an dem ein anderer Zeuge teilnahm, blieb diese Aussage unstrittig.

Rudel als »Führer« der Dritten Macht? Was ist mit Hans Kammler oder Karl Hanke? Ohne Zweifel hatten diese sich Rudel untergeordnet, da nur er – frei von jeglicher Verfolgung – ungehindert über die notwendige Bewegungsfreiheit verfügte.

Was geschieht in den Katakomben unterhalb der Colonia Dignidad wirklich? Anwalt Fernandez sprach gar von einer unterirdischen Stadt! Dient diese allein als Kommandozentrale, als Aufenthaltsort jenes deutschen Regiments, von dem Rene Munoz Alarcon berichtete, sowie als Basis für die Fluggeräte? Oder passiert hier noch mehr?

Einen Hinweis auf weitere mögliche Aktivitäten im Untergrund der Kolonie könnten jene Berichte der von UFOs Entführten enthalten, die – wie im 3. Kapitel geschildert – nicht in den UFOs selbst den beschriebenen medizinischen Tests und reproduktiven Verfahren unterzogen worden sind. Diese Abduzierten gaben an, daß ihnen ihre erstaunlichen Erlebnisse in unterirdischen Einrichtungen, irdischen Militärbasen zum Verwechseln ähnlich, widerfahren sind. Daß eine Verbindung zwischen dem Entführungsszenario und der Colonia Dignidad tatsächlich existiert, wird später noch zu zeigen sein.

Kaum anzunehmen ist hingegen die Nutzung der Kolonie als Produktionsstätte, zum Beispiel bis hin zur kompletten Montage der Flugscheiben. Hierfür dürfte die vorhandene Infrastruktur nicht ausreichen. Trotzdem könnten weniger aufwendige Herstellungsprozesse in der Kolonie realisiert werden. Denkbar wäre unter anderem die Bereitstellung von Rohmaterialien. Haunebu

Nur so ist zu erklären, wieso sich die Kolonie, die nach außen doch nichts weiter als eine funktionierende religiöse Gemeinschaft sein will, in den Besitz von Schürfrechten verschiedener strategischer Metalle gebracht hat.

In der Nähe des Dörfchens Trovolhue (Provinz Cautin) erwarb die Kolonie Schürfrechte auf 99 Jahre für die Metalle Titanium und Molybdän. Angeblich unternahmen die Colonia Dignidad und ihre geschäftlich mit der Brüsseler Firma ABRACOR verbundene Tarnfirma ABRATEC hier nur Versuchsbohrungen. Angeblich …

Auch über zwei Goldminen verfügt die Kolonie, zum einen in der Nähe des südchilenischen Temuco, zum anderen bei dem südlich von Concepcion gelegenen Tirua.

Im Norden von Chile betreibt sie zudem eine Schwefel- sowie eine Quecksilbermine.

Und dann gibt es da noch das Interview mit dem Vater eines Luftwaffenoffiziers. Befragt zu den Verbindungen, die die Colonia Dignidad unterhält, antwortete er wörtlich: »Sie sind sehr mächtig, haben jedwede Hilfe seitens ihres Landes und stehen in direkter Verbindung mit Kanada, wo es ein großes Zentrum für wissenschaftliche Nuklearexperimente gibt und wohin sie einige halbverarbeitete Rohstoffe liefern.« (123) Das könnte die Vermutung über die mögliche Produktion von Rohmaterialien in der Kolonie bestätigen, wenn auch die Bezugnahme auf Kanada wieder einmal als der Tarnung dienend aufgefaßt werden sollte. Die Behauptung des genannten Zeugen ist zudem materiell abgesichert: Die Kolonie schürft in Chile auch den strategischen Rohstoff Uran!

Der Luftwaffenoffizier arbeitete angeblich als Aufklärungsoffizier beim chilenischen Generalstab und hielt anscheinend dauernde Verbindung zur Kolonie, denn insgesamt soll er 14 Monate dort geweilt haben.

Eine weitere von ihm übermittelte, hochinteressante Information lautet wie folgt:

»Offenbar arbeiten sie an irgendetwas Großem, und einen Teil der Experimente, nur einen Teil des Laboratoriums, machen sie dort, aus Sicherheitsgründen gibt es mehrere Laboratorien in verschiedenen Teilen der Welt.«

Was konnte dieses »Große« sein, woran in der Kolonie gearbeitet wird?

Könnte nicht eventuell ein Zusammenhang bestehen mit den im 2. Kapitel erwähnten Projekten Die Glocke, Laternenträger und Chronos, für deren Realisierung anscheinend Quecksilber und Titanium eine besondere Rolle gespielt haben? Wenn die auf der Grundlage der Antigravitation funktionierenden Flugscheiben schon seit längerem existieren, so hätte zumindest das Projekt Chronos mit Sicherheit noch Entwicklungspotential. Verbirgt sich hinter dem »Großen« vielleicht die Zeitmaschine? Gut, das bleibt vorerst eine Spekulation.

Wie ist es um die wirtschaftliche Situation der Kolonie bestellt?

Zur ökonomischen Absicherung ihrer Machtposition bemüht sich die Colonia Dignidad um weitestgehende Unabhängigkeit in wirtschaftlicher Hinsicht. »Die Kolonie ist autark. Allein Salz und Reis müssen von außen eingeführt werden. Ansonsten versorgen sich die Kolonisten selbst. Auf dem Gelände wurden Rinder- und Schweineställe für intensive Tierzucht errichtet und eine Hühnerfarm; Obst, Gemüse, Kartoffeln, Salat, Getreide werden angebaut. In einem Wildgehege werden Hirsche und Rehe gehalten. Die Kolonie betreibt eine eigene Getreidemühle, eine Bäckerei, eine Schlachterei, eine Käserei, Honigschleudern und einen ›Saftladen‹, in dem Limonaden, Obstsäfte und Marmeladen hergestellt werden, eine Lederwerkstatt, ein Sägewerk, eine Schreinerei, eine Elektronikwerkstatt, eine Schmiede, eine Dreherei, Autowerkstätten, eine Flugzeugwartungshalle, Malerwerkstätten und Lager- und Kühlräume für Getreide, Kuchen, Fleisch, Wurst und Konserven.« Außerdem verfügt die Kolonie noch über ein Krankenhaus, ein Restaurant mit Freizeitpark, eine Schotteranlage und ein Betonwerk für den Straßenbau, eine eigene Fischfangflotte aus drei hochseefähigen Kuttern, einen Holzhandel, eine Rapsmühle sowie einen Lebensmittelvertrieb.

Damit klärt sich zum Teil auch gleich die Frage, wie sich die Colonia Dignidad finanziert.

Die Kolonie vermarktet die gesamte Vielfalt ihrer landwirtschaftlichen Produktion als »deutsche Produkte« und zudem als unverfälschte Öko- Ware mit großem Erfolg landesweit, den Andenhonig »Tres picos« (man merke sich diesen Begriff!) sogar bis nach Deutschland.

Zuschüsse in Millionenhöhe wurden von der chilenischen Regierung auch an das Krankenhaus der Kolonie gezahlt, da dieses unter bestimmten Bedingungen auch Bewohnern aus der Umgebung der Kolonie offensteht.

Wie schon weiter oben erwähnt, trug zur soliden Finanzgrundlage der Kolonie das vom früheren chilenischen Finanzminister und Chef der chilenischen Nationalbank, Arturo Maschke, gewährte Zoll- und Steuerprivileg maßgeblich bei. Dieses befreite die Kolonie gänzlich von allen Steuern und Zöllen. Bei der Vielfalt und dem Umfang der wirtschaftlichen Aktivitäten kann der daraus entstandene zusätzliche Gewinn nur geschätzt werden. Er muß immens gewesen sein.

Die Zollfreiheit brachte einen weiteren angenehmen Effekt mit sich: Der Im- und Export von Waren, die in kolonieeigenen Überseecontainern verschifft wurden, konnte als karitativer Vorgang ohne jegliche Kontrolle bearbeitet werden. Damit konnte sich das Hauptquartier der Dritten Macht ungehindert mit allem versorgen, was zur Ausübung der offiziellen wie geheimen Aktivitäten notwendig war! Daß dem tatsächlich so war, dafür gibt es zumindest ein Beispiel. Wenn die von den Strafverfolgungsbehörden auf der Suche nach Paul Schäfer angestrengten Untersuchungen des Koloniegeländes auch nie von Erfolg gekrönt waren, so unterlief den »Kolonisten« einmal doch eine Panne. Anscheinend wurden sie zu spät gewarnt, und es gelang in der verbleibenden Zeit nicht mehr, einige auf dem Gelände befindliche Container rechtzeitig in den Untergrund zu verbringen. In den betreffenden Containern befanden sich Werkzeugmaschinen, Fabrikeinrichtungen, Drehbänke und andere Ausrüstungsgegenstände, deren Zweck die Polizisten nicht erkennen konnten und die rein gar nichts mit den gemeinnützigen Tätigkeiten der Sekte zu tun hatten.

In der Zeit nach Pinochet wurde der Kolonie die Gemeinnützigkeit aberkannt. Das Vermögen der Kolonie, damals geschätzt auf mehr als 100 Millionen US-Dollar, wurde privatisiert. Als Holding für alle Firmen fungiert jetzt die Abratec S.A. (122) Auf den Geschäftsverlauf konnte diese Entwicklung keinen negativen Einfluß nehmen.

Sind die aufgeführten Belege schon beweiskräftig genug, um eine Identität der Colonia Dignidad mit dem Hauptquartier der Dritten Macht behaupten zu können?

Selbst wenn, die Kette der Beweise soll um weitere Glieder verlängert werden.

Die UFOs – unter diesem Begriff geistern die vermeintlich Unbekannten Flugobjekte seit 1947 um die Welt, und es gibt wohl kaum ein Land, in dem sie nicht gesichtet wotden sind. Verfolgt man die einschlägigen Veröffentlichungen, so fällt auf, daß das Gebiet Südamerikas anscheinend besonders häufig von diesen Eindringlingen aus der Luft frequentiert wird. Chile macht hier keine Ausnahme.

Trotzdem dauerte es bis zum 3. November 1997, daß die chilenische Luftwaffe ihre UFO-Geheimhaltung beendete und sich bereiterklärte, mit zivilen UFO-Forschern zusammenzuarbeiten. An diesem Tag wurde seitens der Luftwaffe das Untersuchungskomitee für anomale Weltraumphänomene (CIFAE) ins Leben gerufen. Der Stab der CIFAE besteht aus Militärs und Mitgliedern der privaten chilenischen UFO- Organisation AION. Die UFOs waren plötzlich eine untersuchungswürdige Angelegenheit. Vorausgegangen war eine der größten UFO-Sichtungswellen der Geschichte. Das zeigt: Es besteht tatsächlich wie erwartet ein Zusammenhang zwischen einer erhöhten UFO-Aktivität und dem Hauptquartier der Dritten Macht! Auch die Berichte der Campesinos in der Umgebung der Colonia Dignidad, die in die Berge auf dem Gelände der Kolonie Flugzeuge hinein- und wieder hinausfliegen sahen, besagen nicht, daß es sich dabei ausschließlich um herkömmliche Flugzeuge gehandelt haben muß.

Wenige Monate, nachdem das chilenische Militär den Schritt in die Öffentlichkeit gewagt hatte, erklärte Hauptmann Cristian Puebla, Professor für Aeronautik an der Luftwaffenakademie der Chilenischen Luftwaffe und einer der Koordinatoren des UFO-Projektes, bei einem Interview mit dem chilenischen Fernsehen: »Ja, diese UFOs erschienen überall über unserem Land, und aufgrund der Art und Weise, wie sie manövrieren, kann ich nur sagen, daß sie außerirdischen Ursprungs sind. Es ist unmöglich, daß diese UFOs von Menschenhand geschaffen wurden.« (128) Eigentlich dürfte es einer solchen Kapazität nicht verborgen geblieben sein, daß Fluggeräte mit einem Antigravitationsantrieb durchaus zu solchen Flugmanövern in der Lage sind. Nur kann er einfach nicht glauben, was er sieht: Der in seinen Augen revolutionäre Antigravitationsantrieb ist ein irdisches Erzeugnis!

Im 3. Kapitel wurde darüber berichtet, wie die Dritte Macht die noch im letzten Weltkrieg von reichsdeutschen Wissenschaftlern entwickelte Flugscheibentechnologie nach 1945 in großem Stil in die Praxis umgesetzt hat. Ein wesentlicher Bestandteil dieses sogenannten UFO-Phänomens sind die Berichte der von UFOs zum Zwecke der genetischen Reproduktion der nordischen Rasse entführten Menschen. Von daher steht zu erwarten, daß nicht allein ein Zusammenhang zwischen dem Hauptquartier der Dritten Macht und den Aktivitäten der UFOs besteht, sondern daß auch eine Verbindung mit dem UFO-Entführungsphänomen hergestellt werden kann. Schon weiter oben wurde vermutet, daß die unterirdischen Anlagen der Kolonie den Hintergrund für jene Entführungsberichte abgegeben haben könnten, nach denen die beschriebenen genetischen Experimente in unterirdischen Einrichtungen stattgefunden haben sollen.

Darüber hinaus existieren weitere Hinweise, die eine solche Verbindung nahelegen.

Bei der Wiedergabe der offiziellen Geschichte der Colonia Dignidad wurde schon auf die Ungereimtheiten bezüglich der genauen Anzahl der Koloniebewohner aufmerksam gemacht. HJ2

Der Autor Gero Gemballa schreibt dazu in seinem Buch: »Ein großes Geheimnis ist bis heute die Anzahl der Kinder in der Kolonie. Experten haben versucht, auf bisher zugänglichen Fotos und Filmen aus der Kolonie die Zahl der tatsächlichen Bewohner des Lagers zu ermitteln – und stießen auf ein Rätsel. Es gibt anscheinend deutlich mehr Kinder, als nach den offiziellen Statistiken der Kolonie über Geburten und Adoptionen zu erwarten gewesen wäre. Der landwirtschaftliche Berater der Colonia Dignidad, ein Holländer mit dem Namen Kollonaji, antwortete auf die Frage, wie viele junge Menschen unter 18 Jahren es in der Kolonie gibt, mit: »Ungefähr, glaube ich, die Hälfte …, so ungefähr 50, 60.« Diese Zahl überrascht einigermaßen, ist von den offiziellen Sektenmitgliedern doch bekannt, daß zwischen ihnen Eheleben und Familie gar nicht stattfinden kann und auch keine Möglichkeiten existieren, Menschen des anderen Geschlechts intim zu begegnen.

Befragt zu ihren deutschen Spielkameraden berichteten chilenische Kinder aus der Kolonie übereinstimmend, daß die deutschen Kinder nicht wissen, wer ihre Eltern sind, und behaupteten, die deutschen Kinder hätten überhaupt gar keine Eltern!

Bestätigt werden diese Berichte durch die Aussage des damals 18- jährigen Zalo Luna gegenüber dem chilenischen Parlament: Sexuelle Kontakte seien in der Kolonie streng verboten. Es gebe aber einen Kindergarten voller Kinder, von denen niemand wisse, woher sie stammten. Und dann der entscheidende Satz: In der Kolonie hätten Experimente mit künstlicher Befruchtung stattgefunden. Dazu paßt die Mitteilung von Adrian Bravo, bis 1996 Vorsitzender des Patientenkomitees der Kolonie: »In der Kolonie wird die künstliche Befruchtung bei Tieren angewandt. Das weiß ich. Dazu wird tiefgefrorener und auch frischer Samen benutzt. Damit wurden gute Erfolge erzielt. Sie kennen sich gut mit der Methode aus. Bei vielen Kindern kennt man ja die Herkunft nicht. Sie sind weder im Standesamt von Catillo noch in der Botschaft von Santiago gemeldet. Deswegen kommt man auf den Gedanken, daß die auch beim Menschen angewandt haben, was sie bei Tieren getan haben.«

Bei alledem hat Herr Bravo anscheinend übersehen, daß auch bei künstlicher Befruchtung ein Elternteil, die austragende Mutter nämlich, bekannt wird. Ausdrücklich behaupten jedoch unabhängig voneinander mehrere Zeugen, beide Eltern dieser Kinder wären unbekannt. Fast hat es den Anschein, als wüßte Adrian Bravo doch mehr, als er anfänglich zuzugeben bereit war. Vor der chilenischen Parlamentskommission sagte er später aus, daß er Genexperimente in der Kolonie für möglich halte.

Verdächtig, bei diesen Experimenten mitgewirkt zu haben, ist Gisela Seewald, die Ärztin im Lager. Sie hat 1957 in Deutschland promoviert und sich in ihrer Doktorarbeit eingehend mit der Veränderung von Erbgut und der Beeinflussung der Fortpflanzungsfähigkeit durch Chemikalien und Röntgenstrahlen auseinandergesetzt.

Gero Gemballa schreibt zu diesen Vermutungen: »Die Genforschung ist kein einfaches Wissenschaftsgebiet. Das menschliche Erbgut zu verändern verlangt ein hohes Maß an wissenschaftlicher Kompetenz, ein Maß an Professionalität, das den Menschenforschern in der Kolonie nicht zuzutrauen ist.« Weit gefehlt, kann man da nur sagen! Würde er um die wahren Hintergründe der Colonia Dignidad wissen, käme Herr Gemballa sicherlich zu einer anderen Einschätzung.

Bedarf es noch eines weiteren Beweises für die hier geäußerte Vermutung, die Colonia Dignidad sei der Ort (zumindest ein Ort), an dem die genetischen Experimente der Dritten Macht stattgefunden haben?

Der zu den Kindern in der Kolonie befragte landwirtschaftliche Berater Kollonaji wurde noch mit einer zweiten Frage konfrontiert: Und wie sehen sie aus? Sehen sie aus wie Chilenen? Oder sind sie blond und haben blaue Augen? Die Antwort: »Das wissen Sie doch!« BDM2

Was ist hier so selbstverständlich, daß man es einfach wissen muß?

Der sozialistische Parlamentsabgeordnete Jaime Naranjo zog ein bemerkenswertes Fazit:

»In der Kolonie werden keine Kinder akzeptiert, die starke Latino- Merkmale aufweisen, zum Beispiel dunkelhäutig sind. Sie interessieren sich dort nur für Kinder mit heller Haut, blonden Haaren und entsprechenden Genmerkmalen. Kinder oder Erwachsene mit Latinomerkmalen sieht man aber in der Kolonie so gut wie nie. Nur Menschen mit heller Haut und hellen Haaren. Das ist doch merkwürdig.«

Mit dem Blick auf das Wissen um die Aktivitäten der Dritten Macht war – ganz im Gegenteil – gar nichts anderes zu erwarten! Bestätigt werden die Aussagen zu diesem Sachverhalt zusatzlich durch ein Foto, auf dem einige Kinder aus der Colonia Dignidad abgebildet sind (Abbildung 30).

Zurück zu dem Interview mit dem Vater eines Luftwaffenoffiziers, nach dessen Worten in der Kolonie an etwas »Großem« gearbeitet wird. Er gab noch eine weitere erstaunliche Aussage zu Protokoll. Bezugnehmend auf das angebliche Folterlager in der Kolonie sagte er: »An den Gefangenen werden Experimente vorgenommen, die als Reinigung der Seele bekannt sind. Im Keller (besser wäre wohl: in den unterirdischen Anlagen; der Autor) ist eine Spezialklinik eingerichtet worden, wo sie Dinge unterworfen werden, die von Hypnose bis zu Experimenten mit Medikamenten, Operationen gegen die Aggressivität, der Anwendung experimenteller Strahlen … reichen.« (123) Wird hier das Wort »Gefangene« als Synonym für die von UFOs Entführten verstanden, so bekommt diese Aussage sofort einen tieferen Sinn. Was passiert denn im Verlauf der UFO-Entführungen anderes, als daß die Entführungsopfer mittels Hypnose »falsche Erinnerungen« eingepflanzt bekommen, wahre Erinnerungen unterdrückt (im Sinne von die Seele reinigen), sie mit Medikamenten ruhig gestellt und ihnen Implantate operativ eingesetzt werden und daß wahrscheinlich mit elektromagnetischen Niedrigfrequenzsendern ein anderer als der orale Weg der Kommunikation gesucht wird?

Am Ende bleibt die berechtigte Frage, ob die Gerüchte über Folterungen und Kindesmißhandlungen größtenteils nicht den Zweck verfolgen, die bei dem Umfang des Entführungsszenarios nun einmal nicht gänzlich zu unterdrückende Wahrheit weitestgehend zu verschleiern. Die unangenehme Folge davon, die deswegen angestrengten Strafprozesse, wurden billigend in Kauf genommen. Ein Gerücht macht noch keine Wahrheit. Zwar verurteilte am 16. November 2004 der chilenische Richter Hernan Gonzalez nach siebenjährigen Ermittlungen Paul Schäfer in Abwesenheit wegen Kindesmißbrauchs und weitere 20 führende Siedler wegen Beihilfe und wegen Verdunkelung der Straftaten zu bis zu fünf Jahren Haft, der Anwalt Roberto Saldias kündigte jedoch sofort Berufung gegen einige der Urteile an. (60) Damit scheint jetzt in erster Linie den Forderungen der öffentlichen Meinung Genüge getan und die »Enthüllungen« über die Colonia Dignidad zu einem vorläufigen Abschluß gebracht worden zu sein. Ob der im März 2005 in seinem argentinischen Exil verhaftete Paul Schäfer, bei seiner Festnahme immerhin schon 83 Jahre alt und schwer herzkrank, seine Haftstrafe tatsächlich antreten muß, bleibt abzuwarten.

Nachdem seit 1989, in der Zeit der sogenannten Demokratisierung in Chile, mehreren polizeilichen Inspektionen auf dem Koloniegelände aus den oben genannten Gründen der Erfolg verwehrt geblieben ist und auch Paul Schäfer lange Zeit nicht gefunden werden konnte, wurde schließlich zwischen der chilenischen Regierung und der Colonia Dignidad eine stillschweigende Übereinkunft erzielt. In deren Ergebnis ging die Umwandlung in eine scheinbar normale Agrarkooperative einher mit größerer Freizügigkeit für die eigentlichen Sektenmitglieder.

Daß sich damit im wesentlichen nichts geändert hat, beweist die Personalie des führenden Mittelsmannes seitens der Siedlung. Der Arzt Hartmut Hopp ist ein Angehöriger der Nachkriegsgeneration und war als 13jähriger Junge zur Gruppe um Paul Schäfer gestoßen. Die Kolonie bezahlte ihm ein Studium in den Vereinigten Staaten, und in der Folge fungierte Hopp nicht nur als Chefarzt, sondern auch als »Außenminister«. Als solcher konnte er über den mit ihm befreundeten Sohn des chilenischen Geheimdienstchefs Manuel Contreras erstklassige Verbindungen knüpfen und avancierte zum Hausgast bei den Pinochets. Zuletzt war er für die Belange der Kolonie der offizielle Vertreter Paul Schäfers. Unter den neuen Rahmenbedingungen dürfte damit zumindest die personelle Kontinuität der Colonia Dignidad gewahrt bleiben.

Ab Mitte der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts schwand in Chile der Einfluß der herrschenden Militärs von einst, deren Protektion sich die Kolonie immer sicher sein konnte. Gleichzeitig fokussierte sich das öffentliche Interesse verstärkt auf die angeblichen Mißbrauchstatbestände. Unter diesen Umständen könnte die Aufrechterhaltung des irdischen Stützpunktes für die Dritte Macht einfach unbequem geworden sein. Die demonstrative Öffnung der Kolonie nach außen sowie die gewährte Freizügigkeit für die »Sektenanhänger« sind möglicherweise Indizien dafür, daß zwischenzeitlich eine Verlegung des Hauptquartiers stattgefunden hat. Auch die große UFO-Sichtungswelle in Chile in den Jahren 1997 und 1998 könnte ein Anhaltspunkt dafür sein. Eine Räumung des Stützpunktes hätte mit Sicherheit eine große Anzahl entsprechender Aktivitäten nach sich gezogen. Außerdem könnte im Unterschied zu den 60er und 70er Jahren die Notwendigkeit eines irdischen Hauptquartiers nicht mehr zwingend erforderlich gewesen sein. Es gab andere, bessere Ausweichmöglichkeiten. Siehe dazu mehr im nächsten Kapitel.

Am Anfang der hier beschriebenen Suche nach Beweisen für die Existenz eines irdischen Hauptquartiers der Dritten Macht wurde die folgende Aussage getroffen:

Die Wahrhaftigkeit Landigs steht und fällt mit der tatsächlichen Existenz von weitläufigen und zudem künstlich angelegten Höhlensystemen, in denen sich Aktivitäten der Dritte Macht nachweisen lassen! Gelingt es, diese Höhlen zu finden, so ist damit das Hauptquartier der Dritten Macht identifiziert.

Mit den weitverzweigten Anlagen unterhalb der Colonia Dignidad sind die Höhlen gefunden, und alle für die Dritte Macht charakteristischen Aktivitäten haben sich in ihrem Umfeld nachweisen lassen. Wilhelm Landig hat die Wahrheit erzählt.

Man wird Wilhelm Landig nicht vorwerfen wollen, daß er die Antarktis als Synonym für Argentinien benutzt hat. Genausowenig konnte von ihm verlangt werden, daß er das unterirdische Hauptquartier der Dritten Macht mit seinem Klarnamen Colonia Dignidad benennt.

Zum Glück jedoch hat Wilhelm Landig sein Wissen um die wahre Funktion der Colonia Dignidad in seinem Tatsachenroman Wolfszeit um Thule auf einfache wie durchdachte Weise verschlüsselt. Ein Zweifel ist gänzlich ausgeschlossen.

Wie weiter oben schon erwähnt, nennt sich der Exportschlager der Kolonie, der berühmte Andenhonig, »Tres picos«.

In der Vergangenheit wurden ausgewählte deutsche Besuchergruppen am Eingang der Colonia Dignidad mit folgendem abzulesenden Text empfangen:

»Erlauben Sie uns, Ihnen ein sehr interessantes und schönes Naturereignis bekanntzumachen. In Bayern, Deutschland, liegt in den Alpen neben der Zuspitze ein Berg mit dem Namen Dreitorspitze, das heißt, daß dieser Berg drei herausragende Spitzen hat, weithin sichtbar. Was hat das mit Chile zu tun, fragen Sie. Lassen Sie sich überraschen: In Chile gibt es den gleichen Berg, in der Kordillere von Parral.« (123) »Tres picos« eben.

Außer der Tatsache, daß es diesen Berg in der Nachbarschaft der Kolonie tatsächlich gibt, haben die drei Bergspitzen noch ein Vorgängersymbol, das die Verbindung von Colonia Dignidad und Dritten Macht zusätzlich unterstreicht. Es ist das Emblem der früheren chilenischen NSDAP-Auslandsorganisation.

Die Abbildung der »Tres picos« auf Postkarten war auch Teil der durch die Kolonie betriebenen Öffentlichkeitsarbeit (Abbildung 31).

Und was haben die »Tres picos« mit Wilhelm Landig zu tun?

Der verschlüsselte Abschnitt über die »Tres picos« in Wolfszeit um Thule befindet sich in jenem Abschnitt des Buches, der sich mit den alten Höhlensystemen und ihrer angeblichen Entdeckung durch Edmund Kiss befaßt. Wörtlich heißt es da: »Eine alte Legende, die nie verstummt, berichtet auch von einem Inkaschatz in der Gegend von Los tres picos und ebenso von Schätzen beim Pez Chico. Abenteurer sollen da bereits Eingänge zu diesem Höhlensystem gefunden haben, aber sie verschwanden dann, und man hat nie wieder etwas von ihnen gehört.« (1) Im Klartext dürfte diese Aussage wohl wie folgt verstanden werden:
In der Gegend von »Tres picos« sind die Eingänge in das Höhlensystem schon gefunden, die Geheimhaltung soll jedoch bis auf weiteres gewahrt bleiben.

Der Kreis der Beweisführung hat sich damit geschlossen.

Der Journalist Gero Gemballa schrieb schon beinahe resignierend am Ende eines seiner Bücher über das Ergebnis der von ihm unternommenen umfangreichen Recherchen zur Colonia Dignidad: »Die Geschichte ist ohne Ende. Irgendein großes Geheimnis ist noch dahinter.« (124) Das große Geheimnis ist jetzt keines mehr, die Wahrheit wurde offenbar.

Am 20. Juli 1989 fand auf einem Hügel in der Nähe der chilenischen Hauptstadt Santiago die weltweit bedeutendste Feier zu Ehren von Adolf Hitlers 100. Geburtstag statt. Mit einer Selbstverständlichkeit ohnegleichen, die zeigt, wie tief die Rolle Chiles bei der Wiedererweckung des Nationalsozialismus schon im Unterbewußtsein mancher Chilenen verankert ist, rief der Festredner an diesem Tag, der chilenische Diplomat a. D. und Schriftsteller Miguel Serrano, über das Auditorium hinweg: »Von hier aus beginnt die Rückkehr unseres Führers, Kameraden, von diesem magischen und mystischen Land, von diesem geheimnisvollen Gebiet, das Chile heißt.«

Und ergänzend dazu sagte ein spanischer Delegierter in seinem Grußwort, von Chile gehe die Überlebensstrategie der Hitler-Nachfolger aus.

Dem bleibt nichts hinzuzufügen.

Nachtrag:

Kurz nach Fertigstellung des Manuskriptes und Einreichung beim Verlag kam die Colonia Dignidad noch zweimal in die Schlagzeilen der internationalen Presse.

Mitte Juni 2005 hieß es: »Chile: Riesiges Waffenlager in Colonia Dignidad entdeckt.« (60) Sichergestellt wurden in drei Containern Raketenwerfer, Sturmgewehre, Minen ausländischer Bauart sowie große Munitionsvorräte. Einige der gefundenen Waffen seien 40 Jahre alt. Damit war der öffentlichen Meinung erneut eine »Beruhigungspille« verabreicht worden. Alle diejenigen, welche hinter der »Sekte« schon immer eine kriminelle Vereinigung gewittert oder sie einer Zusammenarbeit mit den Militärs beschuldigt hatten, sahen sich jetzt in ihrer Meinung bestätigt. Gleichzeitig gelang es mit diesem vergleichsweise lächerlichen Fund das ganze Ausmaß der auf dem Gelände der Kolonie stattgefundenen Maßnahmen – nun wohl endgültig – zu verschleiern. Da die Waffen nicht in den unterirdischen Anlagen, sondern in drei Containern gefunden wurden, scheint es nicht unwahrscheinlich, daß selbst diese zum Teil technisch veralteten Waffen nicht originär im Besitz der Kolonie gewesen, sondern erst im Nachhinein auf das Gelände der Colonia Dignidad verbracht worden sind.

Ende August 2005 schließlich titelten die Nachrichtenagenturen: »Chilenische Regierung macht Schluß mit Colonia Dignidad«. Und weiter: »Mit einem polizeilichen Großaufgebot, an dem Panzerwagen, Wasserwerfer und ein Hubschrauber beteiligt waren, beendete der chilenische Staat am 26.08.2005 den Sonderstatus der deutschen Foltersiedlung Colonia Dignidad. … Nach der Verhaftung ihres Führers Paul Schäfer im März 2005 in Argentinien und dem anschließenden Fund großer Waffendepots und Archive trat ein 1999 vom Rat zur Verteidigung

des Staates (CDE) eingeleitetes Untersuchungsverfahren wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung in das entscheidende Prozeßstadium. Dieser Prozeß gab einer Richterin die Handhabe, einen staatlichen Konkursverwalter, Herman Chadwick, für die Sektensiedlung und ihre zahlreichen Tarnfirmen einzusetzen. Die Führungsclique, die Schäfers Nachfolge angetreten hatte, ist nun weggefegt, das Tor der Colonia Dignidad bleibt offen und Telefonate in und aus der Siedlung werden nicht mehr kontrolliert. … Die medienwirksam inszenierte Großaktion kam 15 Jahre nach Ende der Pinochet-Diktatur, aber rechtzeitig zu den chilenischen Parlamentswahlen im Dezember.« (60)

Neben den üblichen Übertreibungen wie »Foltersiedlung«, »Fund großer Waffendepots und Archive« bringen derartige »Enthüllungen« nur das zum Ausdruck, was schon an anderer Stelle in diesem Kapitel vermutet wurde. Wahrscheinlich im Zusammenhang mit der großen UFO- Sichtungswelle kam es Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts zur Verlegung des Hauptquartiers der Dritten Macht. Wohin? Das nächste Kapitel zeigt eine der denkbaren Ausweichmöglichkeiten.

 

Text schnörkel - Google-Suche 2017-10-31 18-58-21

Quelle

Euer Rabe

 

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